1. Diese Seiten sind keine abschließenden
Darstellungen
Unsere Ausführungen können und sollen keine umfassend-abschließenden
Darstellungen sein.
Zum einen konzentrieren wir uns naturgemäß auf die von uns
vertriebenen VIATHEN-Präparate; zum anderen ist angesichts der komplexen, sich
schnell entwickelnden Problemkreise keine umfassende Behandlung möglich.
Bitte verstehen Sie diese Seiten daher als erste Anregung und gehen Sie auch
den weiterführenden Informationen nach (Wissenswertes). Wir haben uns bemüht, möglichst
zuverlässige Informationsquellen von hoher Qualität zu zitieren.
Therapie
2. Die Grenzen der Ernährungsmedizin
Beachten Sie bitte den Unterschied zwischen (pharmakologischer)
Primärtherapie und (ernährungsmedizinischer) Supportivtherapie: Die
physiologisch wirkende Ernährungsmedizin kann per definitionem nicht dasselbe
leisten wie pharmakologisch wirkende Arzneimittel (und umgekehrt).
Bei den hier vorgestellten Therapiesystemen der
verschiedenen Hersteller handelt es sich in erster Linie um Nahrungsergänzungen
bzw. Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke. Diese so genannten
ernährungsmedizinischen Therapien haben vor allem eine
unterstützende, regulierende Funktion, insbesondere im Hinblick
auf den Aufbau des Immunsystems. (Teilweise wird Ihnen von der
Schulmedizin auch jeglicher Therapiewert abgesprochen.)
Stark vereinfacht kann man davon sprechen, dass Arzneimittel im Rahmen der
pharmakologischen Primärtherapie sehr schnell und gezielt
wirken und in aller Regel eine entsprechend schnelle Linderung verschaffen. Sie
spielen eine wichtige Rolle in Akutsituationen.
Gefahren können sich aus den Nebenwirkungen ergeben - vor allem daraus, dass
aufgrund der isolierten Einwirkung auf komplexe, gegenseitig voneinander
abhängige Mechanismen nachteilhafte Gegenregulationen im Organismus ausgelöst
werden können.
Ein völlig anderer Wirkmechanismus wohnt
den "schwächeren" ernährungsmedizinischen Therapien inne. Sie wirken nicht
pharmakologisch sondern physiologisch. Es handelt sich NICHT UM
ARZNEIMITTEL sondern um (besonders aufbereitete) Nährstoffe mit
positiven Einflüssen auf die Immunantwort. Ihre Wirkung ist
eine grundlegende, langfristige und (je nach Präparat)
nachhaltige. Grundsätzlich macht die Einnahme von Nahrungsergänzungen resp.
bilanzierten Diäten in Akutsituationen wenig Sinn. Bei chronischen
Prozessen hingegen können sie eine bedeutende Rolle spielen, denn sie
wirken harmonisierend und regulierend auf wichtige
Regelkreisläufe, vor allem auf das Immunsystem.
Vereinfacht kann man sich die Ernährungsmedizin als Hilfe zur Selbsthilfe
vorstellen: Indem grundlegende Funktionen wiederhergestellt und optimiert
werden, wird der Körper in die Lage versetzt, selbst mit den Krankheiten fertig
zu werden. Dieser Ansatzpunkt ist vor allem bei
Multisystemerkrankungen wichtig, weil es sich hier überwiegend
um immunologische Probleme handelt.
Neben der Tatsache, dass die Kosten für Ernährungsmedizin kaum von den
Krankenkassen übernommen werden, ist diese Langfristigkeit in den Augen vieler
Behandler und Patienten auch der größte Nachteil dieses Therapieansatzes: Die
physiologische Wirkung der Ernährungsmedizin kann per definitionem nicht so
schnell eintreten wie die der klassischen Pharmaka. Abhängig vom Zustand des
Organismus dauert es ca. 3-6 Wochen, bis erste Effekte auftreten. Nach ca.
12 Wochen sollten sich diese Effekte dann stabilisiert haben.
Ernährungsmedizinische Therapien sind daher sinnvollerweise stets auf einen
Zeitraum von mindestens 3-6 Monaten angelegt. (Einige Behandler
empfehlen bei gewissen Krankheitsbildern auch eine Dauertherapie mit einer
niedrigen Erhaltungsdosis.).
3. Keine unreflektierte Selbstmedikation
Diese Plattform richtet sich an Behandler (aus Luxemburg). Sie soll über die
mehr und mehr zunehmenden Komplexkrankheiten aufkären, Kollegen vernetzen, neue
Therapieoptionen aufzeigen und Denkanstöße geben.
Dies geschieht wohlgemerkt vor einem kommerziellen Hintergrund.
Nicht zuletzt deshalb können unsere Ausführungen niemals die
freiverantwortliche Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Therapie ersetzen - die im
Idealfall einvernehmlich zwischen Behandler und Patient getroffen wird.
Auf keinen Fall raten wir zu unreflektierter
Selbstmedikation. Bitte wenden Sie sich in Ihrem eigenen Interesse zu
Zwecken des Erfahrungsaustausches möglichst an einen schwerpunktmäßig
therapierenden Kollegen. (Einige Adressen finden Sie HIER).